Anschaffung einer Katze

Zunächst sollte man bedenken, dass eine Katze ein Alter von ca 10-20 Jahren
erreichen kann. Ist man gewillt diese doch recht lange Zeit sich um die Katze
zu kümmern, zu pflegen, zu füttern, zu schmusen, evt. gesund zu pflegen
und im Urlaub für die Katze ein gutes Quartier oder
Pflegeperson zu bestellen, dann steht eigentlich nichts mehr im Weg,
sich eine Katze ins eigene Heim zu holen.

Falls man am Tage arbeitet, wäre es vernünftig, 2 Katzen zu halten.
Sie könnten sich während ihrer Abwesenheit besser beschäftigen
und kommen somit vor langer Weile, auf nicht erwünschte Gedanken.

Es werden Katzen nur dann abgegeben, wenn sie als reine Wohnungskatzen
gehalten werden, oder einen gesicherten Freilauf haben.
Als Freigänger werden sie bei uns nicht abgegeben.

Sie verlassen frühestens mit 13 Wochen unser Haus. Sie sind
dann 2 mal gegen Katzenseuche, Katzenschnupfen und Tollwut geimpft.
Sie erhalten 3 mal eine Wurmkur.
Andere Untersuchungen werden auf Wunsch natürlich durchgeführt.

Sie erhalten bei Auszug ein Starterpaket mit
ihrem gewohnten Futter und ihem Lieblingsspielzeug.
Wir sind nach Auszug der Katze jederzeit bereit, bei evt.
Schwierigkeiten zu helfen und mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Maine Coonies sind eine sehr große Katzenrasse mit einem sehr
sanften und gutmütigen Charakter.

Welchen Rassestandart eine Maine Coon haben sollte, finden sie auf vielen
anderen Züchterseiten und Katzenvereinsseiten.
Wir sind gern bereit ihnen das bei einem persönlichen Gespräch zu erläutern.

Wenn sie jetzt noch Interesse an einer Maine Coon haben sollten,
würden wir uns recht herzlich über einen Anruf freuen.
Familie Küster

 

Die nächsten Zeilen zeigen eine Erläuterung zur Preisfrage
erstellt von Britta Singetan

Die Preisfrage !

Jeder Züchter kennt die Telefonanrufe die mit der Frage "Sie haben Maine Coon Babys,
was kosten die?" beginnen, und nach der Nennung des Preises meistens beendet sind,
mit der Antwort "ich melde mich in den nächsten Tagen wieder",
was natürlich nie passiert.

Die meisten Leute denken tatsächlich, das man sich mit der Katzenzucht
eine "goldene Nase" verdienen kann, das der Kaufpreis noch nichtmal alle Kosten deckt,
die man als Züchter hat, glaubt kaum einer. Komisch finde ich allerdings,
das viele Leute bereitwilligt bis zu 1000 Euro oder mehr für einen Rassehund zahlen,
aber für eine Rassekatze nicht einmal die Hälfte ausgeben wollen.

Um es gleich vorwegzunehmen, bei mir kostet ein Maine Coon Baby
mit dem nicht gezüchtet wird zwischen 550 und 650 Euro. Wenn Ihnen das zuviel erscheint,
dann lesen Sie doch bitte weiter um zu sehen welche Kosten
diesem Preis gegenüberstehen, wenn man die Zucht verantwortungsvoll
und im Interesse der Katzen betreibt.

Die Auswahl einer Zuchtkatze ist nicht einfach, nicht jede Katze,
die einen Stammbaum hat, ist automatisch zur Zucht geeignet.
Wenn man dann das Glück hat im eigenen Land eine Katze zu finden,
muss man mit einem Anschaffungspreis von ca. 900 Euro rechnen.
Um "neue Linien" ins Land zu bringen und damit zu starke Inzucht zu vermeiden,
ist es aber immer wieder nötig, auch Zuchtkatzen aus dem Ausland zu holen,
wobei der Anschaffungspreis schonmal auf bis zu 1.500 Euro steigen kann,
die Kosten für den Flug in die neue Heimat sind dabei noch nicht eingerechet.

Abgesehen von der üblichen Gesundheitsvorsorge, wie regelmäßige Entwurmungen,
Impfungen gegen Katzenseuche, Katzenschnupfen, Tollwut und Leukose,
sofortige Behandlung im Falle einer Krankheit, die jede Katze
(egal ob bei Züchtern oder bei Liebhabern) bekommen sollte, fallen
bei Zuchtkatzen noch weitere Tierarztkosten an. Ein Züchter sollte alles tun,
was möglich ist, um sicher zu sein, das seine Zuchtkatzen
keine genetischen Krankheiten vererben, und seine Katzen deswegen,
auf das Vorhandensein dieser Krankheiten testen lassen.
Für solch eine Untersuchung durch einen Spezialisten
(der meistens nicht unbedingt vor Ort wohnt, so das auch noch eine weite Fahrt dazu kommt)
muss man mindestens 150 Euro einplanen. Da eine Zuchtkatze in der Regel
auf mehrer Krankheiten getestet wird, und einige dieser Tests
auch mehrmals wiederholt werden müssen, kann man davon ausgehen,
dass diese Summe für jede Zuchtkatze ca. einmal pro Jahr anfällt.
Wichtige Anmerkung: Genetische Krankheiten wie z.B. HCM (Herzerkrankung),
HD (Hüfterkrankung), PKD (Nierenerkrankung) o.a.,
kommen nicht nur bei Rassekatzen vor, sondern bei allen Katzen!
Sie werden nur bei Rassekatzen häufiger erwähnt, weil Züchter sich Gedanken
um diese Krankheiten machen und ihre Katzen auf das Vorhandensein
dieser Krankheiten untersuchen.

Bevor mit einer Katze gezüchtet werden darf, muss diese auf mindestens
einer Katzenausstellung, als zuchttauglich anerkannt werden.
Die Ausstellungsgebühr liegt bei ca. 30 Euro pro Katze, dazu kommen dann noch,
die nicht unerheblichen Fahrtkosten. Gerade wenn man noch am Anfang der Zucht steht,
ist es wichtig, öfter auf Katzenausstellungen zu gehen, um zu erfahren,
wie gut die eigenen Katzen dem Zuchtstandard entsprechen
und auch um selber einen Blick für das standardmäßige Aussehen zu entwickeln.
Hat man dann noch das Ziel einen bestimmten Titel mit seiner Katze zu erringen,
kann das einige Ausstellungsbesuche und damit Kosten bedeuten.
Für den Titel Eur.Ch. muss man mindestens 600 Euro an Ausstellungsgebühren einplanen,
und wenn die Katze dann nicht auf jeder Ausstellung gewinnt,
wird es sogar noch mehr.

Plant man mit seiner Katze die ersten Babys, dann geht die Suche
nach einem passenden Kater los. Findet man einen, der den eigenen
Vorstellungen entspricht und dessen Besitzer auch bereit ist eine fremde Katze
zum Decken anzunehmen, dann wird das nicht billig. Der Katerbesitzer wird
eine Deckgebühr verlangen, die in der Regel zwischen 300 und 1000 Euro liegt.
Die Katze braucht eine aktuelle Gesundheitsbescheinigung
inklusive diverser Blutergebnisse, bevor sie zum Kater kann,
was auch nochmal um die 70 Euro kostet. Von den Fahrtkosten,
die anfallen wenn der Kater weiter weg wohnt, will ich gar nicht mehr reden.
Man kann sich natürlich auch einen eigenen Kater anschaffen,
in diesem Fall fallen statt der Deckgebühr, die oben erwähnten Kosten
für Anschaffung, Gesundheitstests und Ausstellungen an.

Wenn dann tatsächlich alles geklappt hat, die Katze schwanger geworden ist
und die Babys ohne Komplikationen geboren wurden, fallen als nächstes
die Aufzuchtkosten selber an: hochwertiges Futter für Mutter und Babys,
Stammbaum (die Mitgliedsbeiträge für den Katzenverein nicht zu vergessen),
Impfungen, Entwurmungen, Gesundheitsbescheinigung vom Tierarzt,
mehrere Zeitungsinserate, um für jedes Baby ein perfektes Zuhause zu finden,
Fahrtkosten um die Babys in ihr neues Heim zu bringen ...

Und um alles etwas übersichtlicher darzustellen, kommt hier nochmal
eine Zusammenstellung der ungefähren Kosten,
die einem Züchter pro Jungtier entstehen:

Kaufpreis der Mutter (1/3, gehen wir davon aus das eine Katze im Durchschnitt 3 Würfe bekommt) 300,- Euro
jährliche HCM-/PKD-/ oder HD-Untersuchung 150,- Euro
Ausstellungsbesuche der Mutter 90,- Euro
Deckgebühr 600,- Euro
Bluttest der Mutter 70,- Euro
Grundkosten pro Wurf 1210,- Euro
bei einem Wurf mit 4 Babys sind das pro Baby ca. 300,- Euro
Futter und Einstreu pro Jungtier 130,- Euro
Stammbaum 25,- Euro
Impfungen (Schnupfen, Seuche, Tollwut) 60,- Euro
Entwurmung (3x) 20,- Euro
Kastration 100,- Euro
Gesundheits-Check und Attest vom Tierarzt 15,- Euro
Ca. Kosten, die dem Züchter pro Jungtier entstehen: 650,- Euro

Und das sind nur die Kosten wenn alles gut geht und es keine Komplikationen gibt!
Dazu können noch Tierarztkosten kommen, wenn Mutter und/oder Babys krank werden,
ein Kaiserschnitt bei der Geburt kostet mindestens 400 Euro, eine Zuchtkatze,
die niemals Babys kriegt, kostet nicht weniger in der Anschaffung,
ein Kater, der für viel Geld angeschafft wurde, pinkelt vielleicht die ganze Wohnung voll
und muss kastriert werden, ohne jemals Nachwuchs gezeugt zu haben ...

Fazit: Ein finanzieller Gewinn ist mit der Katzenzucht nicht zu erzielen,
es ist auch nicht das Ziel eines Hobbyzüchters, der aus Liebe zu seinen Katzen
und der Rasse züchtet.

Abgesehen von der teilweisen Deckung der Kosten, dient der Kaufpreis eines Katzenbabys
auch noch einem anderen Zweck. Leider gibt es immer wieder Leute,
die der Meinung sind "was nichts kostet ist auch nichts wert", daher ist der Preis
auch als Lebensversicherung zu verstehen. Wem schon der Anschaffungspreis
von 500 Euro zu teuer ist, der spart vielleicht beim Futter, oder den anfallenden
Tierarztrechnungen und Impfungen. Eine Katze die mindestens 10 - 20 Jahre alt wird,
verursacht im Laufe ihres Lebens noch viele weitere Kosten. Sind sie bereit
viel Geld für eine notwendige Behandlung oder Operation auszugeben,
wenn die Katze mal krank werden sollte? Auch da können plötzlich Kosten
von mehreren 100 Euro auf sie zukommen.

© Dieser Text stammt von Britta Singethan.
Er kann gerne auf anderen Seiten veröffentlicht werden,
wenn dabei ein Hinweis auf die Verfasserin und ein Link zur Homepage angebracht wird.

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